Heute hatte ich das große Vergnügen die Demoversion des Indiegames „My father lied – Vaters Lügen“ zu spielen und ich muss sagen: Es hat mir sehr großen Spaß gemacht!
Ohne mich vom Inhaltstext in Steam spoilern zu lassen war mir schnell klar, dass wir einem großen Geheimnis auf der Spur sind. Das Spiel an sich ist an sich ein wenig wie eine Mischung aus einem „Escape Room“ Spiel und Point and Click angelegt: Zunächst starten wir tief unter der Erde und können uns nur in den nächsten Raum begeben (direkt die vor uns liegende Tür zu öffnen wäre ja auch zu einfach ^^).

Im folgenden Raum gewöhne ich mich ein wenig an die Steuerung und versuche mich in die Denkweise des Entwicklers einzudenken – zunächst mit mäßigem Erfolg. Da ich den wichtigsten Hinweis recht schnell erhalte, übersehe ich den Wald vor lauter Bäumen und versuche das Rätsel erst einmal sehr kompliziert zu lösen. Manchmal ist das nicht immer die beste Herangehensweise.
Ich schiebe natürlich alles auf den fehlenden Kaffee am frühen Morgen.

Bereits der erste Raum bestach schon durch eine gewisse Atmosphäre (Fans von Lost Places würden sich hier sicher sehr wohl fühlen): Mir sprang sofort das Skelett auf dem Stuhl ins Auge, worüber ich die nächsten Minuten erstmal spekulieren musste:
Wer war diese Person?
Was ist passiert?
War es Selbstmord oder Mord?
Hat der rote Fleck an der Wand hinter dem Skelett keine abgehenden Blutspritzer, weil es Ketchup war oder man einfach nicht so forensisch begeistert ist, wie ich? 🙂
Nachdem ich dann den Fuß vom sinnbildlichen Schlauch genommen habe, habe auch ich verstanden, wie ich auf die Lösung zur Tür komme und erhalte somit den Zugang zum nächsten Bereich.

Hier finde ich zwei weitere Leichen. Ich wusste nun, wer diese Menschen waren, hatte aber bis dato schon wieder ihre Namen vergessen (sorry, ich kann mir Gesichter besser als Namen merken ^^). Nach einem weiteren Rätsel und dem heldenhaften Einsatz meiner Hand, um ein Kabel zu befestigen gelangte ich nun in einen weiteren Raum.

Hatte ich mich vorher schon etwas dumm angestellt, wurde ich hier nicht enttäuscht: Nachdem ich vom Entwickler mit massenhaft Text abgelenkt wurde (der im Übrigen sehr interessant war), und nach einiger Verzweiflung, warum ich den letzten Hinweis nicht finden konnte, wurde mir endlich klar: Ich bin einfach doof.
Ich hatte doch tatsächlich in meiner hyperaktiven Freude über dieses tolle Spiel (und dem Drang danach, das Geheimnis des Spiels komplett in der Demo zu lösen – was natürlich nicht möglich war) übersehen, dass ich schon die ganze Zeit etwas anklicken konnte.
Nachdem ich erfreut feststellte, dass sich doch noch nicht sämtliche Synapsen aus meinem Hirn entkoppelt hatten, erlangte ich endlich Zugang zum nächsten Raum – und wurde mit dem Satz abgefertigt, dass die Demo nun beendet sei und das Geheimnis nicht gefunden wurde. Vorerst.
Nach einem traumatischen Nervenzusammenbruch und einige Stunden auf der Couch gelang es meiner Therapeutin mich davon zu überzeugen, dass die Vollversion im 4. Quartal diesen Jahres veröffentlicht werden soll. Ich wischte meine Tränen ab, bedankte mich, ging nach Hause und setzte mich vor den PC. Seitdem starre ich auf die Steamseite des Spiels und hoffe, dass der Sommer bald vorbei ist und ich das Spiel endlich spielen kann …

Anmerkung:
Natürlich sind die vorausgehenden Zeilen mit Humor zu nehmen und sollen keinen psychischen Zustand der Autorin darstellen. Ich versichere hiermit, dass weder Tiere, noch Spieler in der Demoversion (oder dadurch) zu Schaden gekommen sind.
Wenn ihr aber jetzt selbst Lust habt, die Demo zu spielen, dann schaut euch doch gerne die Steamseite des Entwicklers an.
Wollt ihr meine persönliche Erfahrung „live“ sehen, dann schaut gerne ins Video rein:
Wenn euch das Spiel / die Demo gefällt, dann setzt es doch einfach auf eure Wunschliste (schadet doch niemanden). Ihr helft damit dem Entwickler und auch anderen, die sich fürs Spiel interessieren könnten und es so besser angezeigt bekommen (ja auch das Steamsystem ist ein wenig seltsam, auch wenn es kein Google oder Youtube ist ^^).
Habt ein Herz für Indiegames und ihre Entwickler und wishlistet sie.
Vielen Dank!
Spieledetails im Überblick:
Spielname: My father lied
Entwickler: Lunar Games Ltd.
Publisher: Lunar Games Ltd.
Veröffentlichung: 4. Quartal 2024
Genre: Point and Click, Escape Room, Rätselspiel
Entwickelt für: PC
Erhältlich auf: Steam





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